Knusper Knusper Knäuschen in Marburg a.d. Lahn

 

 

Wenn ich daran denke, wie ich nach Marburg gefahren bin hatte ich kein Bild im Kopf. Ich dachte nur, ok, es ist eine Studentenstadt..was soll da schon kommen.

Ich war verabredet mit einer Freundin zur „Stadttour“ und dachte so ok, jetzt kommt die Uni, hab das große Glasgebäude bewundert, das wars dann.

Jedoch, verbarg sich hinter dem Weihnachtsmarkt und der „Unterstadt“ der wahnsinnige Aufzug, der die Bewohner von der Oberstadt in die Unterstadt bringen sollte. „Wie wir fahren mit dem Aufzug in den anderen Stadttteil?“ Im hinteren Teil meines Bewusstseins dünkelte es mich dann wie denn früher Bürger dieser Stadt von der Oberstadt in die Unterstadt kamen? Sie sind gelaufen einmal die Steigung herab und mitten in dieser Stadt ist ein Aufzug, der dich zum anderen Stadtteil bringt? Mir ist sowas nie begegnet, höchstens, dass man mal Gondel fahren muss auf eine Festung aber ein Aufzug…logistisch gesehen ist es auf jeden fall ein Kraftakt, wenn ich daran denke, wie viele Leute hier hoch und runter müssen.

Aussicht vom Marburger Schloss

Wir steigen also aus dem Auszug aus und liefen durch eine kleine Unterführung. Was hinter dieser Unterführung lag, war jedoch die historisch anzublickende Oberstadt. In einem Halbkreis erschlossen sich Fachwerkhäuser die weiter in den Weihnachtsmarkt führten. Wiztig…total seltsam dieser Aufzug. Er fasst gerade mal 3 Leute, geschweige denn mit der Krankheit, deren Namen keiner mehr hören will eher weniger Menschen.

Zum Schloss hoch sehen wir auf den Stufen, dass die Brüder Grimm hier ihre Spuren hinterlassen haben und sogar an der Uni studiert haben- wenn man da mal nicht aus der Uni als Geschichtenzähler graduiert. Wir gehen vorbei an der Duftwolke aus rauchigem Würstchennebel, Menschen, die in Ständen Glühwein trinken und sich vor einem Riesenrad vor irgendeinem historischen Gebäude tummeln . Die Aussicht auf Marburg erscheint wie eine Märchengeschichte, mit einem Blick erhascht man die Dächer und Fachwerkhäuser Marburgs, die sich wie kleine Pilze nebeneinander fügen. Es wirkt auf jedenfall sehr inspirierend.


Weihnachtsmarkt in der Unterstadt

Mir wird erzählt, dass Marburg für Aufläufe sehr bekannt ist. „Für Aufläufe? Was soll denn daran besonders sein?“ denke ich. Wir gehen in ein Restaurant namens „Bistro Early “ und für mich sah es von außen wie eine Kneipe aus- in einer Kneipe essen kann nie verkehrt sein. Man betritt das Restaurant und es sind einige Tische innen vorhanden. Man sieht eine gemischte Truppe aus Pärchen, Eltern und Kind, Freunden/Bekannten und chinesischen Touristen auf einem Haufen. Als wir Platz nahmen und ich die Karte öffnete: Wahnsinn, zwei Seiten Auflauf- mir persönlich wären die Ideen ausgegangen. Ich bin immer noch ein bisschen skeptisch und probiere dann den Auflauf und merke, dass ich Auflauf ganz anders gekocht habe und dass er auch anders schmecken kann. Jetzt verstehe ich erst, was das mit dem Auflauf auf sich hat und bin froh, dass ich doch offen war und es versucht habe mich von einem einfachen Gericht überraschen zu lassen.

Marburger Schloss

Wir beschließen noch den Wein in einem Wirtshaus zu probieren- eine sehr gute Idee. Zwar ist es ziemlich leer wegen der 2G Regelung aber dafür können wir etwas lauter sein als sonst, da es ja nur uns und die anderen Gäste gibt. Wir stoßen an, auf Ihren belated Birthday und auf unsere Uni Abschlüsse. Am Ende ist doch immer nochmal Licht am Ende des Tunnels- prost 🍷.


Universität Marburg




Fußweg zum Schloss Marburg

"Bistro Early" Restaurant:                    

Wettergasse 14

35037 Marburg

 


Weinlädele (Wein&Restaurant):

Schloßtreppe 1

35037 Marburg

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