10 Dinge, die ich an Japan komisch fand

 





Ich weiß noch, dass ich total erschöpft aus dem Flieger stieg und mir so dachte: Ok,hab so halb wach halb schlafend im Flieger 11h gesessen (Die Geschichte mit Taiwan ist noch lustiger). Das Ankommen hatte dann doch was Zauberhaftes: Man kann aus dem Flugzeug den Mt. Fuji von oben sehen wie ein Sahnehäubchen, das aus der Landschaft ragt. 

Ich dachte: Alles easy- wie immer der Ablauf. Aussteigen, Koffer suchen, raus und dann in die Bahn oder ins Taxi steigen. Ich hatte heute Glück, ich wurde abgeholt und wir sindzusammen mit der Bahn gefahren. Alles war auf Japanisch, nirgends stand Englisch und 99% der Japaner können auch kein Englisch. Also habe ich mich mit Chinesisch und ad hoc Japanisch durchgeschlagen.

 Ich hatte echt 3 Jacken an, damit ich sie nicht im Koffer tragen musste und ich nicht wusste wie kalt es im Januar sein würde. Mir war bewusst, dass ich noch ins Hochland wollte (Lies dazu:Was ich in Nagano erlebt habe) und einen Winter in Japan, hatte ich auch noch nicht erlebt. 

Ich denke mir so, ach ja, nach dem Flug jetzt noch mit der Bahn reisen..schaffe ich schon. Setze mich hin und denke so: Ok..bin ich das? Ist mir so warm oder ist dieser Sitz gerade SO WARM???? Tatsächlich sind in Japan alle Sitze in den Zügen beheizt.

Kommen wir daher zu meinen Top 10 Anpassungsproblemen an die japanische "Convenience" Mentalität: 

Convenience

1.  Sitze in der Bahn sind beheizt, ob dir warm ist oder kalt im Winter- nicht so schön lauwarm sondern: Stufe 3 Sitzheizung im Auto, unzwar wirklich zu warm.

2. Sprechende Anlagen in der Küche, die dir Informationen über deine Badewasser Wassertemperatur geben- Nicht so vornehm wie in Microsoft Edge- sondern eine gepitchte Stimme wie aus dem Spielautomaten.

3. Fernbedienungsartige Klospülungen mit mind. 10 Knöpfen mit Vogelgeräuschen oder Wasserrauschen- den Grund musst du dir selbst klar machen.

4. Ein Toilettendeckel, der sich hebt, wenn du die Tür aufmachst- daran werde ich mich nie gewöhnen. 

5. Post-Its in einer Kaugummi Dose, damit du deinen Kaugummi auch im Papier entfernst und immer welches dabei hast. 

6. Sockenähnliche Flaschenbezüge (ja wirklich Socken), die man über PET Flaschen stülpt, für einen besseren Griff.

7. Getränkeautomaten, welche auch in Wohngebieten jede 200 Meter aufgestellt werden

8. Lautes Schlürfen, beim Nudeln essen- das ist wirklich eine Höflichkeitsgeste. Je lauter, desto besser.

9. Wärmepads für Fußsohlen, damit deine Füße im Winter warm sind. 

10. Fotoautomaten, die dein Gesicht so dermaßen deformieren, dass du dich selbst nicht wiedererkennst- Ich sah aus wie eine Comic-Figur. 

Für High-School Mädchen aber ein absolutes muss- für die Erfahrung war ich aber trotzdem dankbar, obwohl es so laut war in diesen Hallen.

Ja, Japan kann man nicht ohne Kulturschock verlassen. Umso lustiger ist es wenn man realisiert, wie schnell man diese vielen Eindrücke verarbeitet hat inkl. Aftermath.

Wenn ich frage, wieso es in Japan solche Sachen gibt lautet die Antwort:

"Because it's convenient." 

 

Bleib gesund 👽

 


 


Kommentare